Erster Advent

Worüber soll ich im November schreiben? Also morgen schreib ich, und so ging das bin heute zum letzten Tag im November – zum Glück auch der erste Advent-Sonntag. Für Schreibfaule gibt es zum Glück KI und so beauftragte ich KI etwas Sinnvolles & Kritisches zu verfassen:

Erster Advent – Die Kerze im Fenster

Am Abend des 1. Advent ging der Wind durch die Straße wie ein neugieriger Beobachter. In den Fenstern des Dorfes flackerten die ersten Kerzen, manche groß und stolz, manche kaum mehr als ein Funke in einem Glas.

Nur im Haus am Ende der Gasse war es dunkel. Dort wohnte Herr Stein, der alte Buchbinder, der in seinem Leben zu viele Zeiten erlebt hatte, in denen eine brennende Kerze im Fenster kein Zeichen der Hoffnung, sondern ein Zeichen des Mutes gewesen war.

An diesem Abend saß er in seiner Werkstatt und presste einen Einband glatt, als es an der Tür klopfte. Es war Leonie, das Mädchen von gegenüber. Sie hielt den Adventskranz wie einen Schatz vor sich.

„Warum haben Sie keine Kerze im Fenster, Herr Stein?“, fragte sie. „Alle anderen haben eine.“

Der alte Mann lächelte ein wenig. „Weißt du, früher musste man sehr vorsichtig sein damit, welches Licht man zeigt.“

„Warum?“, fragte Leonie.

Er zog eine kleine Schachtel hervor, öffnete sie und nahm eine winzige, flache Kerze heraus — fast wie eine Teelichtmünze. „Weil wir nicht immer sagen durften, was wir dachten. Nicht schreiben, nicht drucken, nicht einmal frei atmen, wenn die falschen Ohren lauschten.“

„Und die Kerze hat geholfen?“ – „Oh ja“, sagte Herr Stein. „Sie stand für etwas, das keiner verbieten konnte: Gedanken, die leuchten. Meinungen, die wie kleine Flammen weitergegeben wurden, auch wenn man sie manchmal verstecken musste.“

Er zündete die Kerze an. Die Flamme war unscheinbar, aber sie brannte ruhig. „Heute ist vieles besser“, sagte er. „Du kannst deine Meinung sagen. Du kannst schreiben, was du willst. Du kannst sogar mich kritisieren — und ich kann entscheiden, ob ich dir recht gebe oder nicht.“

Leonie grinste. „Dann sage ich: Es ist Zeit, dass Sie auch eine Kerze ins Fenster stellen.“

Der alte Mann lachte leise. „Weißt du was? Du hast recht.“ – Gemeinsam trugen sie die Kerze ans Fenster. Draußen sah Leonie, wie der kleine Schein sich in der Scheibe spiegelte — ein doppeltes Licht, als würde die Freiheit selbst zurücklächeln.

„Warum schaut das so besonders aus?“, fragte sie. – „Weil ein Licht, das man freiwillig entzündet,“ sagte Herr Stein, „immer heller ist als eines, das man anzünden muss.“

Und so begann der Advent: mit einer kleinen Flamme, die nicht nur Licht machte, sondern erinnerte, warum wir frei sprechen dürfen — und warum es nie selbstverständlich ist.

Hat’s gefallen? – Falls nicht: irgendwann kommt die Dezember-Geschichte…

…meint der Brandstetter

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