Kork für Kork

von C.M.Brandstetter – 5.0 MB

Kork ist ein Naturprodukt, für das es zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten gibt – uns sind die Korken aus Champagner-, Sekt- oder Weinflaschen bestens bekannt. In Deutschland fallen jährlich etwa 200.000.000 Flaschenkorken (alle Flaschenverschlüsse 1,2 Mia.) an. Das entspricht 32.000 Kubikmeter Korkschrot. Nur ca. 1/10 des „Mülls“ wird recycelt (wiki). Das ist die eine Seite der Medaille – auf der anderen Seite wissen wir, dass die Korkbildung verkümmert, wenn der Kork nicht geerntet wird. Dann roden Wald-Eigentümer und schaffen Freiflächen. Dort ist der Ertrag kurzfristig durch Viehhaltung grösser als der langfristige Ertrag aus dem Korkeichenwald. Vergammeln die Korkwälder im Mittelmeerraum, werden die Eigentümer diese Wälder auflassen und mit Pinie und standortfremdem Eukalyptus aufforsten – die Vielfalt der Begleit-Fauna und -Flora – stirbt aus. Immer wieder wird das Argument ins Treffen geführt, dass Plastikstopfen oder Alu-Drehverschlüsse weniger negative Einflüsse auf den Wein haben. Studien der Hochschule Geisenheim (Institut für Önologie) enttarnen Chlorverbindungen (PCP, TP, TCP), die in Holzschutzmitteln verwendet wurden und werden als Verursacher der Kork- und Muffton-Problematik. Ein Sardischer Winzer hat einen praktischen Versuch gemacht: vier gleiche Flaschen, gleicher Wein, vier verschiedene Verschlüsse – und siehe da: jeder der Weine schmeckte anders…

  Cork is a natural product that can be used in many different ways – we best know the corks from champagne bottles, sparkling or still wine. In Germany about 0,2 billion (bottle) corks are needed every year. That’s about 32,000m³ cork grist. Only 10% of all the „waste“ is being recycled (wiki). That’s what it is on the one hand. On the other hand we know that the development of cork becomes stunted when it is not harvested. Subsequently forest owners clear the woods and build open spaces. Yield is bigger through animal husbandry in the short run than the one from a cork oak wood. If cork woods go to stale in Mediterranean area, owners vacate these woods for reforesting with pine or non-domestic eucalyptus – diversity of fauna and flora dies. Every now and then it is claimed that plastic plugs or aluminum fasteners have less negative impact on wine. Studies by the University of Geisenheim in Germany (institute of oenology) unmask chlorine-compounds (PCP, TP, TCP), which are used in wood preservers and are identified as initiators of the cork and cork-smell-problem. A Sardinian vintner made a practical test: four equal bottles, equal wine and four different closures and here, look: every wine tasted differently. 

Verwilderte Korkeiche in Sardinien (Foto: CMB)

Korkrinden-Lager in Sardinien (Foto: CMB)

Landwirtschaft & Erosion in Sardinien (Foto: CMB)

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