Gedanken zum Datenschutz

Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ist derzeit in vieler Munde. Gesetzlich verordnet wurde sie von der EU (besser bekannt – sprich aus der europäischen Hauptstadt – vulgo Brüssel) und tritt mit 25. Mai 2018 in Kraft. Diese DSGVO betrifft Jedermann und Jedefrau, der/die zuhause einen Computer stehen hat und den auch benützt. Denn, so würde ich argumentieren, jeder der einen Blechtrottel sein Eigen nennt (oder auch wenn er geleast wäre), sensible Daten speichert. Ich unterstelle: wer merkt sich die Sozialversicherungsnummern von Kind, Frau und Kegel? Aha, aufgeschrieben auf einem Zettel, nur auf der E-card? Das glaub ich nicht, die ist doch auf dem Rechner – stimmts? Ja, und jetzt tritt der Fall ein, dass da "Sensible Daten" gespeichert sind. Aber nur Firmen und Vereine sollen nun davon betroffen sein?! Sind Regierungsstellen Firmen oder Vereine? Nein, aber die verarbeiten doch auch hoch sensible Daten. Ich muss das am 26. Mai beim BND nachfragen…

Bei Wirbellosen und Pflanzen diskutiert man schon lange über einen Datenschutz, denn so haben sensible Mitmenschen erhoben, wenn etwa jemand bekannt macht, wo man einen Frauenschuh (Cypripedius calceolum) finden könnte, rennen schon alle hin und graben den aus. Ähnlich verhält es sich mit den seltenen Schmetterlingen: wird bekannt, wo ein Apollofalter vorkommt, treffen sich Hunderte mit Netzen und sammeln den weg. Nur am Rande sei erwähnt: regelmässig Gülle in solche Lebensräume, dann hat man mehr erreicht als die Leute mit Spaten und Netz zusammen. Soll man deswegen das Vorkommen verschweigen? Ich meine nein, denn nur was man kennt, wird (eventuell) geschützt. Die Gross-Bauern sind ja auch geschützt und werden oftmals verhätschelt, dort heisst das Mittelchen Subvention. Jungbauern nach der Geburt kennen sofort drei Begriffe: Mama, Taktor, Suvention.

Wer sich mit Datenschutz intensiv beschäftigen will, der soll sich die Akte "Vatikan" ansehen. Da wird verschwiegen, getäuscht, gelogen – sprich wir finden keine Daten. Das sind die Datenschützer schlechthin. Vatikan-Leaks berichtet nur über die Spitze des katholischen Eisbergs. Gianluigi Nuzzi, ein Enthüllungsjournalist, könnte davon ein Liedchen singen, er tut es nicht, denn er schreibt lieber Bücher. Und die haben es in sich! Mich würde interessieren, wo und bei wem diese vatikanischen Verbrecher beichten gehen – jedenfalls nicht bei der Polizei. Und da der Vatikan ein eigenes Staatsgebilde samt Kaiser (sprich Papst) darstellt und auch eigenes Staatsgebiet besitzt, sind drei Komponenten erfüllt, die einen Staat ausmachen: Gebiet, Volk, Gewalt. Allerdings unterhält der Vatikan nicht 900 Mitärbasen auf der Welt (so wie die US-Amerikaner), aber auch Kirchen lassen sich – mit etwas Phantasie – mit Kasernen vergleichen. 

Aber bleiben wir doch noch ein bisschen auf dem europäischen Stiefel, der neben dem Vatikan noch andere Besonderheiten bereit hält, die mit Datenschutz zu tun haben. Wirbellose in Italien leben übrigens relativ gut: das Land ist gross, die Einwohner lehnen die Fesselung durch Staat und Kjrche ab und so gibt es viele Nischen für die Wirbellosen, in die sie sich verkriechen können, denn nicht jedem Quadratmeter wird "Ertrag" abgetrotzt. Auch das "Dolce far nient" trägt zu diesem Umstand bei, lieber viel ernten und wenig pflanzen, ist eine Devise. Als Alternative könnte man das modernste Bundesland der Welt aufzeigen, wo samstags Rasen gemäht wird (wenn es nicht der Roboter macht) und sonntags das Fahrrad hervor geholt wird, nicht als Fortbewegungsmittel, sondern als Freizeit- und Sportartikel – man muss sich doch auch Mal etwas gönnen, man rennt ja die ganze Woche; äh, man fährt…

Aber zurück auf den Stiefel und zum Datenschutz: es gibt einen Vorfall, der sich tatsächlich zugetragen hat – am 27.06.1980 stürzt eine DC-9 ins tyrrhenische Meer – mehr als 80 Menschen sterben beim Absturz in der Nähe der Insel Ustica. Die Insel liegt nördlich von Palermo/Sizilien. Als Absturzursache wird Materialermüdung bekannt gemacht; doch es gibt Gerüchte über eine Bombe an Bord. Mitte Juli findet man in den Bergen Kalabriens das Wrack eines libyschen Jagdflugzeugs, einer MIG-23. Die Leiche des Piloten wird untersucht und man stellt fest: anstatt Eintriit des Todes im Juli laut Nato-Bericht legen die Forensiker den Todeszeitpunkt auf "Juni" fest. Hat der Jagdflieger die DC-9 abgeschossen? Wenn ja, warum? Der Untersuchungsrichter Rosario Priore beweist – obwohl seitens der Nato alle Radarbewegungen vom 27.06.1980 gelöscht worden sind und die Nato-Partner die Zusammenarbeit verweigern, dass die DC-9 gewaltsam vom Himmel geholt wurde. Nach und nach kann geklärt werden, dass an diesem Tag F-4-Phantom-, F-104-Starfighter- und Mirage-2000-Jäger in der Nähe von Ustica herumgeflogen sind. An diesem 27.06.1980 reiste aber auch ein Staatsmann durch die Lüfte: Muammar el Gaddafi. Diesen Umstand bestätigt nach 2007 Staatschef Francesco Cossiga. Cossiga verrät weiter, dass Gaddafi vom Sismi, dem italienischen Geheimdienst, gewarnt worden war, und er daher nicht nördlich von Sizilien, sondern südlich über Malta Richtung Polen geflogen ist. Unter den in den Vorfall involvierten Offizieren greift eine plötzliche, unerklärliche aber tödliche Seuche um sich: Herzinfarkte, Autounfälle, Morde und Selbstmorde. Im September 1988 – also Jahre zuvor – werden zwei Piloten vor einen Untersuchungsausschuss geladen: Ivo Nutarelli und Mario Naldini. Beide hatten 1980, am 27. Juni, einen Flugeinsatz über dem tyrrhenischen Meer und mussten danach – auf Befehl von oben – alle Informationen zu ihren Flugrouten löschen; auf ihren Flügen waren alle Informations-Codes ausgeschaltet. Doch beide können vor dem Untersuchungsausschuss nicht aussagen, denn beide prallen am 28.08.1988 mit ihren Flugzeugen bei einer Flugshow in Ramstein zusammen und sterben, zusammen mit 80 Zuschauern, Hunderte werden verletzt. Die Untersuchungen zu all den Vorfällen dauern an; Angehörige hoffen immer noch auf eine Klärung. Der Politiker, den man am 27.06.1980 beseitigen wollte, Muammar el Gaddafi, wurde 2011 nach heftigem Beschuss durch Nato-Flugzeuge in der Nähe von Sirte/Libyen in die Enge getrieben und von den eigenen Landsleuten misshandelt und ermordet. Untersuchungen dazu sind im Gange, Geheimdienste scheinen die Hand im Spiel zu haben. Jedenfalls greift hier der Datenschutz, wie wir es sonst kaum kennen…

meint "der Brandstetter"

 


DATENSCHUTZ IST AUCH FÜR VEREINE WICHTIG

Damit die "Gedanken zum Datenschutz", die nicht in allen Teilen ernst gemeint sind (Private unterliegen der DSGVO (noch) nicht), doch noch für den Leser dieser Zeilen, vor allem für Herrn Hinz und Frau Kunz, die sich im Vorstand von Vereinen tummeln, etwas bringen, sei auf eine Seite der Österreichischen Wirtschaftskammer verwiesen, auf der sich der/die zur DSGVO zur Erklärung Verpflichtete Informationen holen kann. Man kann da "seinen" Fall durchspielen und am Schluss eine Erklärung ausdrucken, in der auf die auszufüllenden Formulare und Einverständnisse verwiesen wird. Einverständnisse können übrigens auch mündlich gegeben worden sein und/oder noch gegeben werden.                      

                           

 

                                     

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