Moment mal…

Ein Grossteil der Stickoxide (NOx) entstehen auf unserem Planeten durch Blitzentladungen in der Atmosphäre. Die Blitze sind natürliche Quellen für Stickoxid-Bildung und für die Mehrzahl der Stickoxid-Belastung verantwortlich. 

Anthropogen, also durch den Menschen verursachte Entstehung von Stickoxiden, gehen auf das Konto der Verbrennung fossiler Brennstoffe, vor allem Kohle und Öl. In Ballungszentren mit grossem Verkehrsaufkommen sind die Kraftfahrzeuge die Hauptschuldigen. Niemand spricht im Moment von Flugzeugen! Damals, als der isländische Vulkan mit seinem zungenbrecherischen Namen seine Stickoxide und seinen Feinstaub los wurde, da kamen konkrete Zahlen auf den Tisch: 27.000 Flugbewegungen in Europa – täglich. Moment mal – wie viele?

Von den Kraftfahrzeugen werden vor allem Dieselfahrzeuge älterer Baujahre stigmatisiert. Hier wird wiederum verschwiegen, dass alle Dieselfahrzeuge durch den Auspuff keinen Veilchenduft entlassen. Bemerkenswert ist, dass sich nun alle gegen Einschränkungen im privaten Strassenverkehr wehren, ausser in den Städten, wo das Leben nicht mehr so lebenswert ist. 348.103 Fahrzeuge sind 2014 in Stuttgart zugelassen gewesen – Moment mal!? Zum Glück sind da ja immer ein paar in der Werkstatt, um sie auf Kosten der Hersteller nachzurüsten, weil ja manche ordentlich beschissen haben, denn immer wenn diese Fahrzeuge im Lehrlauf auf "Darmbeschau" waren, schaltete eine Software in einen "Gutluft-Modus", der im realen Autoleben, aus welchen Gründen auch immer, wieder abgeschaltet wurde und fortan stanken die Autofürze wieder. Dabei hatten die Politiker vor Jahren die Weichen für den Diesel gestellt – der Preis wurde steuerlich so gestaltet, dass Otto-Normalverbraucher seinen Otto-Motor mal Diesel multiplizieren konnte und feststellte, dass sich ein Dieselfahrzeug rentieren tut. Also schmiss er flugs den Benziner in die Mülltonne. Wie lange wir von manchen Autoherstellern schon lufttechnisch beschissen worden sind, tut man bislang nicht kund. Tatsache ist, dass die Politiker nun eine Prämie bezahlen, damit die Dieselstinker verschwinden und nun wieder Benziner verkauft werden. Damals – vor Jahren – da war es doch das Blei (Antiklopfmittel), das Kopfweh verursachte. Das Blei ist aus dem Sprit verschwunden und durch MTBE ersetzt. Dieser Stoff ist wasserlöslich und nun wollen wir lesen, was das Technologiezentrum Wasser dazu schreibt: "Damit ist MTBE aus Sicht der Wasserversorger als trinkwasserrelevant einzustufen und es wird neben einer Aufnahme als Parameter in laufende Untersuchungsprogramme eine Reduktion der Einsatzmengen von MTBE gefordert." 

Moment mal! Was soll denn das heissen? Wir wissen es nicht, denn Wiki schreibt: "Die Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und Umwelt wird von REACH im Jahr 2014 im Rahmen der Stoffbewertung von Frankreich geprüft." Über die Ergebnisse schweigt Wiki. Wahrscheinlich ist das MTBE so gesund, sodass man einen Run auf das Produkt als Zugabe in Getränken nicht provozieren will, na dann Prost!

Moment mal! Kommt da der nächste Beschiss auf uns zu? Oder heisst das ganz einfach, dass wir einen Tod sterben müssen? Aber wir wollen nicht zu pessimistisch sein, denn lebten wir zu lange, wären die Pensionskassen bald einmal pleite. 

Was tat sich in Absurdistan denn noch so Wichtiges?

Ja, ja – die Landwirtschaft. Auch hier jagt eine Meldung die andere und unser Otto tut sich schwer, alles das, was da die involvierten Leute so täglich von sich geben, zu bewerten. Wahrscheinlich tut man auch hier unseren Otto anlügen, von wegen der Hunger müsse besiegt werden auf unserem Planeten. Dass viele verhungern liegt vielleicht daran, dass unser Otto in einer Waffenschmiede seinen Dienst tut und da man dort keine Ladenhüter produzieren will, muss man Otto's Finalprodukte irgendwohin verkaufen. Republiken, wo Bananen wachsen, da kann man auch Panzer gebrauchen. Nicht um die Bananen vom Baum zu schiessen, sondern man zielt da auf feindliche Soldaten; trifft man Häuser, Männer, Frauen und Kinder sagt Otto, seien das unbeabsichtigte und bedauerliche Kollateralschäden. Da müsse man dann helfen! Otto meint auch, dass man die Entwicklungshilfe weiter entwickeln müsse, denn in falsche Kanäle geleitet, sichere es seinen Arbeitsplatz. Derzeit streiken ja die Metaller, da hat Otto's Chef nicht so recht Freude mit, denn es mangelt an Fachkräften und Streikbrechern. Aber eben, da wo Krieg herrscht, da verhungern die Leute und wir können wieder beim Beginn des Absatzes zu lesen beginnen – eine Katze, die sich wie Otto's Kätzchen zu Hause in den Schwanz beissen will, den aber nicht erreicht und sich dreht und dreht, so wie Otto's kleine Welt. Das Kätzchen, so sagt übrigens Otto, höre auf den Namen Leopard. Sie hatten schon einmal ein Kätzchen mit gleichem Namen…

Übrigens noch was für die Bütt: weil Germania sondiert und nicht so recht regiert, tat ein Minister kund: "…einstweilen werden keine neuen Waffenexporte genehmigt". Man lasse es sich auf der Zunge zergehen, weil nicht regiert wird, keine Waffenexporte! – Einstweilen natürlich nur – denn aus humanitären Gründen, damit unser Otto nicht auf der Strasse stehen bleiben muss, wo er derzeit wegen Streikes steht… aus humanitären Gründen also, will man koalieren… 

"pervers", kommentiert "Der Brandstetter"

 

        

 

    

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